Gewalt in Medien

Wirkung von Mediengewalt

Haben Gewaltdarstellungen in den Medien Einfl uss auf reales Gewaltverhalten?

Ob bzw. welchen Einfl uss Gewaltdarstellungen in Medien auf reales Gewaltverhalten haben, wird sehr kontrovers diskutiert. Christian Pfeiffer (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen) sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Gewaltbereitschaft: „Die Gewaltbereitschaft wird wiederum durch häufi gen Konsum von Aktionsfi lmen und Gewaltexzessen in Computerspielen besonders nachhaltig gefördert.“

Michael Kunczik bilanziert in seinem Forschungsbericht über Medien und Gewalt den Forschungsstand jedoch so: „Letztlich bestätigen aktuelle Forschungsbefunde die schon länger gültige Aussage, dass manche Formen von Mediengewalt für manche Individuen unter manchen Bedingungen negative Folgen nach sich ziehen können. (...) das genaue Zusammenspiel von Risikofaktoren bedarf aber, ebenso wie die Identifi kation der tatsächlich wirksamen Elemente medienpädagogischer Strategien für die verschiedenen Zielgruppen, noch der weiteren Forschung.“ Medien, insbesondere das Fernsehen sowie Video- und Computerspiele für die zunehmende Gewalt in der Gesellschaft verantwortlich zu machen ist populär. Die Zeitschrift tv diskurs meint hierzu: „Solche Positionen treffen offensichtlich die subjektive Vorstellung vieler Menschen, was (...) nicht unbedingt etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben muss.“

Im Kontext von Gewalt und Medien werden primär mögliche Wirkungen auf direkte Aggressions- und Gewalthandlungen diskutiert. Dies allein scheint jedoch zu eng. Es sollten verstärkt auch der Bereich der Beeinfl ussung des Weltverständnissen und der Weltbilder bis hin zur unterschwelligen Vermittlung spezifi scher Normen und Wertvorstellungen diskutiert werden.

ZDF-online: Warum ist es gefährlich, wenn Kinder häufig Computerspiele spielen?

Christian Pfeiffer: „Die Gefahr besteht in erster Linie nicht darin, dass die Kinder gewalttätig werden, sondern, dass sich ihre Noten dramatisch verschlechtern. Viele Eltern unterschätzen das. Je mehr Zeit Kinder mit Computerspielen oder auch mit Fernsehen verbringen, desto weniger Zeit bleibt natürlich für Aktivitäten wie Sport und Spielen mit Freunden oder das Lernen und Lesen. Und je brutaler die Inhalte dieser Spiele sind und je öfter die Kinder solche Spiele spielen, desto negativer wirkt sich das auf die schulische Leistungskraft aus. Das haben wir vor allem bei Jungen festgestellt.“

Prof. Dr. Christian Pfeiffer ist Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen in Hannover
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/12/0,3672,4085868,00.html

Wie viel Gewalt wird (von wem) in den Medien toleriert?

Das Problem der Gewaltanwendung und des Gewalteinsatzes lässt sich nicht auf die Mediendarstellung begrenzen, wie die Diskussion um die Legitimation von Gewalt im Kontext des Kampfes gegen Terrorismus oder um die Legitimation sog. Humanitärer Interventionen zeigt. Die Frage, wie viel Gewalt in den Medien toleriert wird, ist auch die Frage, wie eine Gesellschaft insgesamt mit dem Phänomen Gewalt umgeht. Welche Formen der Gewalt werden also in spezifi schen Gesellschaften toleriert, akzeptiert oder gar propagiert und wie werden diese legitimiert?

Gewaltprävention in der Grundschule

Gewaltprävention in der Grundschule

 

Schüler Streitschlichtung

 

Die Schule ist ein Ort, an dem Gewalt keinen Platz haben darf

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