Umgang mit Gewalt

Täter, Opfer, Zuschauer

Wie kann man sich, bzw. wie soll man sich in Problem- und Gewaltsituationen verhalten? Sinnvoll erscheint es, sich mit potenziellen Droh- und Gewaltsituationen im Vorfeld auseinanderzusetzen (z.B. gemeinsame Vorgehensweisen auszuarbeiten). Dies ermöglicht es in einer Gewaltsituation angemessen(er) zu handeln. Dennoch lässt sich (eigenes und fremdes) Verhalten in solchen Situationen nur unzureichend vorhersagen.

Gewaltsituationen spielen sich i.d.R. im Dreieck zwischen Opfer, Zuschauer und Täter ab:

Zuschauer
Zuschauer wissen oft nicht, wie sie Hilfe anbieten können. Oft heizen sie unbewusst durch ihr Neugierverhalten die Situation an. Zuschauer müssen deshalb lernen, ihre Gleichgültigkeit aufzugeben, einzugreifen, Situationen zu deeskalieren, Opfer zu schützen. Sie müssen lernen, wie angemessene Hilfe aussehen kann und wo fremde Hilfe zu finden ist.

Opfer
Opfer wissen meistens nicht, wie sie sich verhalten sollen. Sie haben oft wenig Selbstbewusstsein und ein eher unterwürfiges Verhalten. Nur wenige Opfer können Hilfe mobilisieren. Dritte müssen deshalb in der Gewaltsituation die Opfer schützen, müssen ihnen Hilfe und Betreuung anbieten und dürfen die Opfer nicht allein lassen. Potenzielle Opfer müssen lernen, auf sich aufmerksam zu machen, sich angemessen wehren zu können, aus der typischen Opferrolle herauszukommen und Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Täter
Für viele Täter ist Gewaltanwendung legitim. Ihr Handeln ist auf sofortige Bedürfnisbefriedigung ausgerichtet. Verletzungen anderer werden in Kauf genommen. Die Folgen ihrer Tat (für andere und sie selbst) werden ausgeblendet. Gewalthandlungen werden oft auch als starker emotionaler Reiz, als „Kick“ erlebt. Deshalb müssen Täter lernen, dass sie zum einen die Folgen ihres Handelns tragen müssen, und zum anderen ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen nicht auf Kosten anderer durchsetzen können.

Weiter müssen sie lernen, Konflikte ohne Gewalt auszutragen und soziale Anerkennung auf legitime Art und Weise zu erwerben. Es ist notwendig, die Taten aufzudecken und nicht zu verschleiern, die Täter mit ihren Taten zu konfrontieren und Wiedergutmachung einzufordern. Potenzielle Täter müssen klare Grenzen erkennen können.

Deshalb empfehlen die meisten Handlungsanweisungen für Gewaltsituationen drei Strategien: Sich selbst nicht unnötig in Gefahr zu bringen, das Opfer zu schützen und es ermöglichen, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.

Gewaltprävention in der Grundschule

Gewaltprävention in der Grundschule

 

Schüler Streitschlichtung

 

Die Schule ist ein Ort, an dem Gewalt keinen Platz haben darf

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