Sport und Fair Play

In diesem Baustein wird die Rolle von Sport im Kontext von Gewaltprävention aufgegriffen. An konkreten Beispielen wird gezeigt, wie Sport (Fußball für Toleranz) gewaltpräventive Wirkung entfalten kann. Besonders hervorgehoben wird der Aspekt des Fair Play.

In jedem Alter, besonders aber in der Sporterziehung von Kindern und Jugendlichen, muss das Fair-Play-Ideal fest verankert sein. Neben der schulischen Erziehung (vom Vorschulbereich bis zur Hochschule) müssen Training, Wettkampf und das Zusammenleben in den Sportclubs den Erfordernissen fairen Verhaltens in besonderem Maße Rechnung tragen.

Internationales Fairplay-Komitee, München/Paris 1992.

Gewaltprävention kann von Einbeziehung des Bereiches Sport und Spiel außerordentlich profitieren. Kinder haben großen Spass an Bewegung, Geschicklichkeit und körperlicher Betätigung. Sie können sich hier erleben und erproben, können lernen, mit Sieg und Niederlage umzugehen, den Gegner im Spiel zu respektieren und ihm fair zu begegnen. Sport ist jedoch nicht von vornherein gesundheitsförderlich, auf Gemeinschaft und Fairness ausgerichtet. Er kann auch genau das Gegenteil davon bewirken und deshalb kommt es auch hier darauf an, entsprechende Regeln einzuführen und Spielarrangements so zu gestalten, dass sie „Fair Play“ fördern. Sport berührt hier auch ethische Dimensionen, etwa in der Frage, welche Mittel angewandt werden dürfen, um zu siegen.

Die Magglingen-Deklaration vom 18. Februar 2003

Diese Erklärung steht für unser Engagement im Bereich Sport und Entwicklung. Im Wissen um seine Vielfalt sind wir überzeugt, dass der Sport ein Menschenrecht und eine ideale Lebensschule ist. Wir anerkennen die Möglichkeiten und Werte des Sports und erklären:

Bedeutung bewegungsorientierter Angebote für die Gewaltprävention

  • Aggressionen und motorischer Bewegungsdrang können gesteuert abgearbeitet werden.
  • Vorhandene körperliche Fähigkeiten können positiv eingesetzt werden.
  • Mit vertrauter sportlicher Betätigung können Schwellenängste abgebaut werden (z.B. gegenüber anderen Angeboten).
  • Die Beziehungen von Jugendlichen untereinander und zu ihrer Umwelt können geübt und verbessert werden.
  • Das Akzeptieren vorhandener Regeln kann erlernt werden. Aufgabenfelder für körper- und bewegungsbezogene Sozialarbeit
  • Schaffung, Rückeroberung von Bewegungsräumen für junge Menschen.
  • Stärkung der Identität junger Menschen durch Ernst nehmen jugendlicher Bewegungsbedürfnisse und -kulturen.
  • Vernetzung von kommunalen, kirchlichen und freien Trägern der Jugendarbeit.

Primäre Prävention

Im Bereich der primären körper- und bewegungsbezogenen Gewaltprävention geht es dabei vor allem um

  • die Schaffung von kind- und jugendgemäßen Bewegungsräumen, -anlässen und -angeboten.
  • Stärkung des Selbstwertgefühls, Aufbauen von Selbstbewusstsein.
  • positive Einstellung zu Körper und Gesundheit.

Gewaltprävention in der Grundschule

Gewaltprävention in der Grundschule

 

Schüler Streitschlichtung

 

Die Schule ist ein Ort, an dem Gewalt keinen Platz haben darf

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