Konflikte konstruktiv bearbeiten

Konflikteskalation

„Konflikte beeinträchtigen unsere Wahrnehmungsfähigkeit und unser Denk- und Vorstellungsleben so sehr“, schreibt der Konfliktmanager Friedrich Glasl „dass wir im Lauf der Ereignisse die Dinge in uns und um uns herum nicht mehr richtig sehen. Es ist so, als würde sich unser Auge immer mehr trüben; unsere Sicht auf uns und die gegnerischen Menschen im Konflikt, auf die Probleme und Geschehnisse wird geschmälert, verzerrt und völlig einseitig. Unser Denk- und Vorstellungsleben folgt Zwängen, deren wir uns nicht hinreichend bewusst sind.“

Das eigentliche Problem von Konflikten liegt in der permanenten Gefahr ihrer Eskalation, wenn bei ihrer Austragung immer mehr auf Macht- und Gewaltstrategien gesetzt wird. Der Konflikt wird so immer schwerer zu steuern, bis er schließlich außer Kontrolle gerät, die Schwelle zur Gewaltüberschreitet und damit Zerstörung und Leiden verursacht. Ein weiteres Zusammenleben wird so erschwert oder auf lange Zeit unmöglich gemacht.

Die Eskalation von Konflikten ist mithin gefährlich, weil

  • Konflikte außer Kontrolle geraten können;
  • immer weniger Handlungsalternativen zur Verfügung stehen; Gewalt als Handlungsmöglichkeit zunehmend einbezogen und angewandt wird;
  • nicht mehr gemeinsame Lösungen sondern Sieg oder Niederlage des Gegners im Vordergrund stehen;
  • eine Personifi zierung des Konfl iktes stattfi ndet;
  • Emotionen die Überhand gewinnen;
  • Zerstörung und Vernichtung leitende Handlungsziele werden.

Eine zentrale Aufgabe im Rahmen einer konstruktiven Konfliktbearbeitung ist es deshalb, einer Konfl ikteskalation Stufen der Deeskalation gegenüberzustellen, Antworten und Handlungsmöglichkeiten auf jeder Stufe zu finden, die Gewalt begrenzen oder ganz ausschließen, sowie auf Kooperation und Verhandlungslösungen abzielen.

Vgl. Friedrich Glasl: Konfl iktmanagement. Bern 2002.

Gefahren

Konflikte können sich negativ auswirken, wenn

  • sie unterdrückt, vermieden oder verdrängt werden;
  • Angst vor einer Klärung und Auseinandersetzung besteht;
  • die Kommunikation abgebrochen wird;
  • ein Beharren auf Standpunkten zu verzeichnen ist;
  • Droh- und Konfrontationsstrategien angewendet werden;
  • sie mit unbrauchbaren Mitteln ausgetragen werden.

Chancen

Konflikte können sich positiv auswirken, da sie dazu beitragen

  • auf Probleme aufmerksam zu machen;
  • Kommunikation zu fördern;
  • Standpunkte zu klären und Positionen zu verdeutlichen;
  • die Suche nach kooperativen Lösungen zu beschleunigen;
  • den eigenen Standpunkt neu zu bedenken und zu bewerten;
  • die eigenen (berechtigten) Interessen vertreten zu lernen;
  • den Gruppenzusammenhalt zu festigen.

Gewaltprävention in der Grundschule

Gewaltprävention in der Grundschule

 

Schüler Streitschlichtung

 

Die Schule ist ein Ort, an dem Gewalt keinen Platz haben darf

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