Gewaltspielzeug

Gewaltspielzeug - Umsetzung konkret

Der Umgang mit Kriegs- und Gewaltspielzeug ist nicht einfach. Zu viele Unsicherheiten sind damit verbunden. Umso wichtiger ist es, zu einer eigenen klaren und begründbaren pädagogischen Haltung zu kommen, die Jungen und auch Mädchen gerecht wird und auch evtl. die besonderen Erfahrungen und Bedürfnisse von Kindern, die aus Krisen- oder Kriegsgebieten kommen, im Blick hat.

Diese Haltung gilt es auch den Eltern gegenüber zu begründen und zu kommunizieren. Wünschenswert wäre es auch, Eltern an den Abwägungen und Auseinandersetzungen in diesem Bereich teilhaben zu lassen.

Hilfreich kann die Auseinandersetzung mit folgenden Themenbereichen sein:

Die Bedeutung und Funktion von Waffen und Kriegsspielzeug kennen
Waffen sind in den Medien allgegenwärtig. Sie spielen mit ihren verschiedenen symbolischen Funktionen auch in der Kulturgeschichte bis heute eine wichtige Rolle. Sie charakterisierten Status und Macht ebenso wie Freiheitsempfinden und Männlichkeit (M1).

Die Geschichte des Kriegsspielzeugs zeigt, dass dieses in der Vergangenheit immer sehr klar im Kontext von Krieg und Kriegserziehung gesehen und genutzt wurde. Sind diese historischen Einschätzungen heute noch gültig oder muss das Phänomen heute anders betrachtet werden (M2)?

Das eigene Verhältnis zu Kriegs- und Gewaltspielzeug klären
Kriegs- und Gewaltspielzeug sind Sammelbegriffe, die sehr Unter-schiedliches benennen und einschließen. Gehören der Flitzebogen und die Wasserpistole auch dazu? Was ist eigentlich Gewaltspielzeug und was soll in der jeweiligen Einrichtung darunter verstanden werden? Mit dieser Auseinandersetzung ist die je eigene Bewertung der jeweiligen Spielmaterialien verbunden (M3).

Gewaltspielzeug in Vorschule und KindergartenWie mit Spielzeugwaffen umgehen
„Bei uns gibt es kein Gewaltspielzeug“, diese Haltung ist in vielen Kitas verbreitet. Mit Hilfe von M4 (Spielzeugwaffen verbieten!?) können die Argumente und Positionen abgewogen werden. Spielzeugtage können bei Kindern und Erwachsenen zu vielfältigen Verwicklungen führen, wenn nicht klar geregelt ist, welche Spielsachen mitgebracht werden sollen und welche nicht. M5 (Der Spielzeugtag) beschreibt einen Vorfall und fordert die Fantasie heraus, damit umzugehen.

Auch viele Eltern haben ihre Mühe beim Umgang mit Gewaltspielzeug. Sie diskutieren u.a. auch in Internetforen über ihre Einstellungen und Erfahrungen. Unter M6 sind Auszüge aus solchen Diskussionen dokumentiert. Sie regen an, selbst über die verschiedenen Sichtweisen nachzudenken und die eigene Haltung zu prüfen. Letztlich geht es darum, eigene Regeln zu entwickeln und diese auch zu kommunizieren. Eine besondere Herausforderung ist dabei der Umgang mit besonderen Tagen wie z. B. Fasching.

Alternativen anbieten
Die österreichische Organisation „Kinderfreunde“ hat ihre Sichtweise auf die Bedeutung von Spielen für Kinder in einem Leitbild formuliert (M7), das auch Alternativen deutlich macht. Naturspielräume (M8) und erlebnispädagogische Ansätze können zu wichtigen Alternativen werden, die notwendige Spannungsmomente aufnehmen.

Play fair in Vorschule und Kindergarten

Typisch Jungen – typisch Mädchen
Brauchen Jungen anderes Spielzeug als Mädchen? Gibt es typisches Jungen- bzw. Mädchenspielzeug und worin liegt der Unterschied? Welches Spielzeug ist jeweils darunter zu verstehen und welche Funktionen werden damit erfüllt? Was ist „neutrales“ Spielzeug. Was bedeutet es, dass Jungen häufig eher technikorientiertes Konstruktionsmaterial zum Spielen bevorzugen?

Kriegs- und Gewaltspielzeug muss natürlich auch im Kontext der Mediennutzung gesehen und diskutiert werden (vgl. Kap. 3.5).

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