Interkulturelles Lernen

Interkulturelles Lernen - Umsetzung konkret

Interkulturelles Lernen vollzieht sich im Alltag der vorschulischen Einrichtungen. Dabei sind grundlegende Kenntnisse über das Verständnis von Kulturen, Unterschiede in Wahrnehmung und Kommunikation aber vor allem auch über die eigenen Vorurteilsstrukturen notwendig. Der Bereich Grundwissen vermittelt hier einen ersten Zugang.

„Kein Mensch wird mit Hass auf eine andere Person wegen deren Hautfarbe, ihrer Herkunft oder Religion geboren. Die Menschen müssen das Hassen lernen, und wenn sie das Hassen lernen können, kann man sie auch das Lieben lehren.“ (Nelson Mandela, Frankfurter Rundschau, 7./8.12.2013, S. 4.)

Kinder mit Migrationshintergrund
Der 2013 veröffentlichte Kinder-Migrationsreport (M1) verdeutlicht, dass Kinder mit Migrationshintergrund keine homogene Gruppe sind. Dennoch wachsen sie deutlich häufiger als Kinder ohne Migrationshintergrund in Familien mit geringen sozialen, ökonomischen und bildungsbezogenen Ressourcen auf.

Diversity und Zusammenhalt
Diversity wird häufig als Bedrohung des gesellschaftlichen Zusammenhalts wahrgenommen. M2 zeigt Bereiche und Dimensionen, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt verstanden werden kann. Menschen haben vielfältige Zugehörigkeiten. Mit Hilfe von M3 können Merkmale dieser Zugehörigkeiten erfasst und in Bezug auf ihre Bindungsstärke hinterfragt werden.

Vielfalt leben und sichtbar machen
Wie Zugehörigkeit und Vielfalt im pädagogischen Alltag sichtbar werden können, zeigen M4 und M5. Die Orientierungen „Vielfalt und Gleichwürdigkeit“ wurden vom „Netzwerk Diversity in Early Childhood“ erarbeitet und können zur Überprüfung der eigenen Praxis dienen.

Interreligiöse Feiertage
Interreligöse Feiertage bieten vielfältige Anlässe, religiöse und kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede direkt erlebbar zu machen. Dabei die Würde vor den Empfindungen und Gefühlen der anderen zu wahren, bleibt immer eine Herausforderung (M6).

Elternarbeit
Eltern mit Migrationshintergrund meiden oft Elternabende in Kindertageseinrichtungen. M7 stellt hierzu verschiedene Problemfelder zur Diskussion und regt an, nach Lösungen zu suchen. Kooperation mit Eltern geht von Information, Beratung und Bildungsangeboten bis hin zur Mitwirkung, Qualifizierung und Zusammenarbeit. M8 benennt Standards für diese Kooperation.

Lego
Lego lässt „Jabbas Palast“ verschwinden.
Die Spielzeugfirma Lego nimmt den Bausatz „Jabbas Palast“ vom Markt. Denn die Türkische Kulturgemeinde Österreich hält den „Star Wars“-Bausatz für Volksverhetzung. Er verunglimpfe Menschen, die im Orient leben und beleidige Allah.
(Die Welt, 1.4.2013)

Playmobil
Für den Kinderspielzeughersteller „Playmobil“ gehören schwarze Fußballspieler anscheinend nicht nach Deutschland. Zumindest möchte „Playmobil“ nicht, dass ihre Produktreihe mit schwarzen Fußballspielern in Deutschland verkauft wird. In England und Schweden sieht der Konzern den Rassismus wohl ein bisschen anders. Dort sind die Produkte auf dem Markt. (www.netz-gegen-nazis.de/artikel/rassismus-im-kinderzimmer-7735)

Interkulturelles Lernen Kindergarten und Vorschule

Rassismus im Alltag
In den letzten Jahren sind Kinderbuchklassiker wie „Pippi Lang-strumpf“ oder „Räuber Hotzenplotz“ in die Diskussion geraten. Verschiedene Begriffe und Formulierungen seien rassistisch (z. B. „Negerkönig“). Die Verlage haben die Bücher inzwischen „bereinigt“.

M9 stellt die Frage, ob „alte“ Kinderbücher von diskriminierenden und abwertenden Begriffen bereinigt werden sollen und wie mit „Negerpuppen“, Konstruktionsmaterialien und Plastikfiguren, die deutlich eine spezifische Kultur bevorzugen, umzugehen ist.

Interkulturelle Konflikte
Nicht nur der Bau von Moscheen ruft immer wieder Bürger auf den Plan, sondern auch der Bau und Betrieb von islamischen Kindergärten.

Anhand von M10 können eigene Meinungen und Argumente geprüft und besprochen werden.

Arbeitsmaterialien als PDF zum Download

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