Amoklauf an Schulen

Amoklauf und Schulmassaker„Die Schule sollte sich auf Problemfälle vorbereiten, denn wenn ein solcher eskaliert, ist es zu spät.“ Karoline K.

Dieser Baustein enthält Informationen über Vorkommen und Hintergründe von Schulmassakern.

Des Weiteren werden Hinweise zur Vorbereitung auf und zum Handeln in solchen extremen Situationen gegeben, sowie Wege zum Umgang nach solchen Attacken aufge­zeigt. Der Umgang mit Posttraumatischen Belastungsstörungen und Trauer ist dabei von besonderer Wichtigkeit.

 

Obwohl krisenhafte Ereignisse, wie sog. Schulmassaker oder Amokläufe, nur selten vorkommen, ist ihre Anzahl in den letzten Jahren gestiegen.

Das erste School Shooting fand am 13.12.1974 in Olean, New York, (USA) statt als ein 18-Jähriger Schusswaffen und selbst gebastelte Bomben mit in die Schule brachte (vgl. Wickenhäuser 2005, S. 13). über 100 weitere haben seitdem weltweit stattgefunden, 66 davon in den letzten zehn Jahren. Fast 200 Schüler und Lehrkräfte fielen den Gewalttaten zum Opfer. In Deutschland haben seit 1999 acht Amoktaten an Schulen stattgefunden, bei denen über 40 Menschen ums Leben kamen (vgl. Langer/Diehl 2009; Ludwig 2009).

Bei der systematischen Auswertung von Schulmassakern konnten Kriminologen und Psychologen eine Reihe von Gemeinsamkeiten feststellen, wenngleich von keinem einheitlichen Profil ausgegangen werden kann (vgl. Bannenberg 2009, Landeskriminalamt NRW 2007, Wickenhäuser 2007, S. 31):

Notfallsituationen sind gekennzeichnet durch ihre geringe Wahrscheinlichkeit des Auftretens, durch ihre Unvorhersehbarkeit und Unterschiedlichkeit, durch die Bedrohung für Leben und Wohlbefinden und die Notwendigkeit des schnellen Eingreifens.

„Die Schulleiterin oder der Schulleiter (Schulleitung), die Lehrkräfte, die sonstigen Bediensteten der Schule und die Schülerinnen und Schüler müssen vorbereitet werden, Gewaltvorfälle wie Bombendrohungen, Geiselnahmen usw. und Schadensereignisse wie Brände, Katastrophen, Unglücksfälle richtig einzuschätzen und unter Einschaltung der dafür fachlich zuständigen Stellen zu bewältigen. Die Lehrkräfte und die sonstigen Bediensteten an Schulen sind verpflichtet, sich rechtzeitig mit den dargelegten Verhaltensre­geln vertraut zu machen und sie im Ernstfall zu beachten.“ So die Verwaltungsvorschrift 1721.6-7/16 des Kultusministeriums Baden-Württemberg über Gewaltvorfälle und Schadensereignisse an Schulen.

Im Kontext von Gewalthandlungen kommt es oft zu traumatischen Erlebnissen, die bei Opfern und Zuschauern zu sog. Posttraumatischen Belastungsstörungen führen können. Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine mögliche Reaktion auf eines oder mehrere traumatische Ereignisse. Prinzipiell können vier verschiedene Erfahrungszusammenhänge unterschieden werden (Bolt 2005, S. 31):

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