Aufbau und Inhalt der Bausteine

Aufbau

  • Die Bausteine beinhalten in einem ersten Teil einen Problemaufriss, verbunden mit wichtigen Hintergrundinformationen.

  • Eine Übersicht über die vorhandenen Materialien mit Kurzhinweisen für einen möglichen Einsatz erleichert die Orientierung.

  • Die Materialien gliedern sich immer in Materialien für Eltern und Lehrkräfte und solche für den Unterricht oder die gesamte Schule.

  • Die Informationen für Lehrerinnen und Lehrer reflektieren die spezielle Sicht der Schule, verbunden auch mit Anregungen und Arbeitsmaterialien für Lehrerfortbildung oder zur eigenen Reflexion.

  • Die Informationen für Eltern können u.a. im Rahmen von Elternabenden oder als Elternbriefe Verwendung finden.

  • Die Ansatzpunkte für den Unterricht zeigen, wie im Rahmen des Unterrichts das Thema aufgegriffen werden kann.

  • Der Materialienteil beinhaltet konkrete Unterrichtsvorschläge, Arbeitsblätter, Spiele, Übungen usw.

  • Es wurden keine Doppelungen aufgenommen. Dies bedeutet, dass thematische Aspekte oder Arbeitsblätter eines Bausteins, die auch für andere Bausteine wichtig und von Interesse sind, nicht nochmals aufgeführt werden. Zu Beginn jedes Bausteins gibt es jedoch Querverweise auf andere für das Thema relevante Materialien.

     

Schlüsselthemen der Gewaltprävention

Kommunikation
Kommunikationsfähigkeit ist der Schlüssel zum gewaltfreien Handeln. Ler-nen, Bedürfnisse und Interessen zu formulieren, sich mit Argumenten auseinander zu setzen und das eigene Verhalten reflektieren zu können, sind dabei wichtige Schritte. Kommunikationsregeln gelten dabei für alle: Lehrer, Eltern, Hausmeister, Busfahrer, Kinder, ... Die Vermittlung grundlegender Kommunikationskompetenzen wird in praktisch allen Streitschlichtungsprogrammen als zentraler Inhalt aufgegriffen.

Sie umfassen im wesentlichen

  • die Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung, also Gespräche, Situationen und Abläufe differenziert wahrnehmen zu können und dabei festzustellen, was wirklich geschieht;

  • den Umgang mit den eigenen und mit fremden Emotionen;

  • das Erkennen eigener und fremder Reaktionsweisen, die im zwischenmenschlichen Bereich und insbesondere innerhalb einer Konfliktdynamik störend oder hilfreich sind;

  • die Fähigkeit, Menschen und Probleme getrennt sehen zu können;

  • die Entwicklung von Einfühlungsvermögen;

  • die Respektierung des Gegenübers / Konfliktpartners als Person;

  • das Erkennen und Formulieren eigener und fremder Interessen;

  • die Entwicklung von Möglichkeiten der angemessenen Selbstbehauptung;

  • die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel;

  • die Fähigkeit zur Metakommunikation.

Emotionale Intelligenz
Eigene und fremde Gefühle wahrnehmen und verstehen zu können, Emotionen ausdrücken zu lernen und mit Ärger, Furcht oder Angst umgehen zu können, trägt dazu bei, Gefühle nicht blind ausagieren zu müssen, sondern als wichtige Signale zu begreifen, die auf Problembereiche aufmerksam machen. Empathie ermöglicht ein Mitfühlen und Mitleiden mit anderen und damit eine große Erweiterung einer ansonsten nur Ich-bezogenen Perspektive.

Regeln lernen
Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Akzeptanz von sozialen Werten und Normen und der Ablehnung von Gewalt. Die Verinnerlichung von Normen wird durch Konfrontation und Einüben gefördert.

Konstruktive Konfliktbearbeitung
Konstruktive Konfliktbearbeitung ist einer der Kernpunkte von Gewaltprävention. Die Fähigkeit, Konflikte konstruktiv, d.h. ohne Gewaltandrohung oder Gewaltanwendung und mit der Bereitschaft zum Kompromiss auszutragen, kann systematisch gelernt werden. Wissen über Konfliktverläufe, aber mehr noch das Üben von Verhaltensmöglichkeiten in Konfliktsituationen tragen hierzu bei. Ritualisierte Abläufe stellen dabei in der Grundschule eine wichtige Hilfe dar. Unterschiedliche Positionen aushalten zu können, Interessen auszuhandeln und auszugleichen, die eigene Meinung sagen zu können usw. sind Teil dieses Prozesses. Dabei geht es darum, die Sachen zu klären und die Personen (Menschen) zu achten, wie es Hartmut von Hentig formuliert hat.

Soziales Lernen
Soziale Kontakte aufbauen und pflegen zu können und dabei prosoziale Verhaltensweisen zu zeigen, sind Zeichen von Kompetenz und Sicherheit im Umgang mit anderen. Gute Beziehungen zu Familienmitgliedern, Freunden oder anderen Menschen sind äußerst wichtig. Sie stärken das Selbstwertgefühl und sind hilfreiche Unterstützer in Notzeiten. Auch das soziale Engagement in einem Ehrenamt oder die Teilnahme an religiösen oder spirituellen Gruppen wirken als Puffer in Problemlagen.

Handeln in Gewaltsituationen
Der angemessene Umgang mit konkreten Problem-, Konflikt-, und Gewaltsituationen ist Teil des Präventionsansatzes. Bewährte Regeln und Vorgehensweisen zu kennen, stellt zwar keine Garantie für „richtiges Handeln“ dar, kann jedoch die Eigengefährdung und die Gefährdung anderer reduzieren und dazu beitragen, dass Opfer geschützt und Täter zur Rechenschaft gezogen werden können.

Gewaltprävention in der Grundschule

Gewaltprävention in der Grundschule

 

Schüler Streitschlichtung

 

Die Schule ist ein Ort, an dem Gewalt keinen Platz haben darf

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