Resilienzorientierung

Als Schlüssel zur Gewaltprävention wird das Konzept der Risiko- und Schutzfaktoren gesehen.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben in den letzten Jahren eine Fülle von Einflussfaktoren auf die Entwicklung und das Verhalten von Kindern sowohl im persönlichen Bereich als auch im Umfeld von Kindern identifiziert. Aggressives und gewalttätiges Verhalten ist von vielen Risikofaktoren abhängig, die sich gegenseitig verstärken können und nicht auf einzelne Ursachen zurückzuführen sind.

Schutzfaktoren sind mehr als die Abwesenheit von Risikofaktoren. Kein Missbrauch und keine Misshandlung zu erleben, bedeutet nicht, dass eine gute elterliche Beziehung zum Kind vorhanden ist.

Der Blick auf Schutzfaktoren ermöglicht ein entwicklungsförderndes, ressourcenorientiertes Handeln. Schutzfaktoren hängen mit psychischen Grundbedürfnissen von Kindern zusammen. Denn als Schutzfaktor wirkt, was diese Grundbedürfnisse befriedigen kann (Klemenz 2009, S. 360 ff.). Ressourcenorientiertes Handeln unterstützt die Bewältigung von Entwicklungsprozessen und stellt Mittel zur Bedürfnisbefriedigung bereit. Eine ressourcenorientierte Vorgehensweise ermöglicht es, Kinder in ihren positiven Möglichkeiten und individuellen Stärken wahrzunehmen und zu fördern (vgl. Kneise 2008, S. 91 ff., S. 259).

Das Resilienzkonzept nimmt den Ansatz von Schutzfaktoren auf und integriert ihn in eine eigene umfassendere Sichtweise, die auf der von Aaron Antonovsky entwickelten Salutogenese fußt. Salutogenese hat den gesamten Menschen im Blick und fördert die eigene Entwicklung und Selbstregulation im Sinne einer anzustrebenden „Gesundheit“. Resilienzforschung ist ein relativ neuer und zunehmend beachteter Ansatz zur Förderung und Unterstützung kindlicher Entwicklung in schwierigen Situationen (vgl. Zander 2011; Brisch/Hellbrügge 2012; Opp u.a. 1999).

Die Ergebnisse der Resilienzforschung sind in der pädagogischen Praxis angekommen. Auch wenn noch viele Fragen offen sind, ist das Konzept vielversprechend und gibt dem Präventionsbereich wichtige Impulse und Orientierungen. Eine Garantie für positive Entwicklungen kann allerdings auch der Resilienzansatz nicht geben.

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