Regeln etablieren

Wertevermittlung in der Schule

Die allgemeine Erziehungsaufgabe der Schule ergibt sich zunächst einmal daraus, dass für ihre Kernaufgabe, nämlich das Unterrichten, diejenigen Grundregeln des Verhaltens durchgesetzt werden müssen, die dafür unentbehrlich sind: eine gewisse Grunddisziplin, gewaltloser und höflicher Umgang miteinander, Toleranz in Verbindung mit Bereitschaft zur argumentativen Auseinandersetzung; prinzipielle Bereitschaft zur Mitwirkung an der gemeinsamen Aufgabe. Ohne diese Dispositionen kann Unterricht nicht gelingen. Das ist eigentlich auch nicht strittig, die Frage ist nur, wie diese Einsicht Wirklichkeit werden und auf Dauer gestellt werden kann. (...)

Die pädagogischen Orte wie Familie und Schule können also auf den Wertbildungsprozess insbesondere auf zweierlei Weise einwirken: durch das Geltendmachen derjenigen Normen, die für die Aufgaben und den Erhalt ihrer Sozialität unentbehrlich sind, diese also fundieren, und andererseits durch Reflexion einschlägiger Erfahrungen insbesondere aus Anlass von Konflikten.

Hermann Giesecke: Wie lernt man Werte? Grundlagen der Sozialerziehung. München 2005, S. 138, 181.

Ethische Grundwerte vermitteln

Eine lernförderliche und friedliche Schulkultur basiert auf den ethischen Grundwerten einer modernen demokratischen Gesellschaft. Dazu gehören gegenseitiger Respekt und Achtung, Toleranz, Akzeptanz von Pluralismus und Heterogenität, Chancengerechtigkeit und Solidarität sowie aktive Mitwirkungsrechte aller Beteiligten. Ethische Grundwerte sollen nicht nur auf einer abstrakten intellektuellen Ebene vermittelt werden. Ebenso wichtig ist es, ein Lernklima zu schaffen, in dem diese Werte umgesetzt und ihre Bedeutung konkret erfahrbar gemacht werden können. Merkmale für ein solches Lernklima sind:

  • Gerechtigkeit, Fairness und Vertrauen,
  • klare schulische und soziale Regeln sowie Transparenz der zu erwartenden Sanktionen bei Regelüberschreitungen,
  • freundliche und gesundheitsförderliche Schulräume,
  • Mitspracherecht der Schülerinnen und Schüler bei schulischen Entscheidungsprozessen,
  • Unterrichtsformen, die den heterogenen Fähigkeiten der Lernenden gerecht werden.

Kanton Aargau, Schweiz http://www.ag.ch/gewaltpraevention/de/pub/grundlagen/praevention/ethische.php

 

Gewaltprävention in der Grundschule

Gewaltprävention in der Grundschule

 

Schüler Streitschlichtung

 

Die Schule ist ein Ort, an dem Gewalt keinen Platz haben darf

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