Mobbing

Mobbing„Wenn jemand gemobbt wird, dann mach ich öfters mit.“ Jenea Ch.

Mobbing ist in der Schule und der Arbeitswelt weit verbreitet. Dieser Baustein zeigt, was Mobbing ist und wie Mobbing entsteht. Insbesondere wird die Dynamik des Mobbingsystems verdeutlicht, in dem Opfer, Täter, Unterstützer und Zuschauer zusammenwirken.

Die Materialien bieten Möglichkeiten des Erkennens von Mobbing sowie konkrete Vorgehensweisen bei Mobbingfällen an.

Mobbing ist eine subtile Form der Gewalt, die in in allen Bereichen des privaten und gesellschaftlichen Lebens vorkommt: In der Nachbarschaft, in der Arbeitswelt, in der Schule, in Organisationen und Verbänden.

Der Begriff Mobbing stammt aus dem Englischen und bedeutet anpöbeln, fertigmachen (mob = Pöbel, mobbish = pöbelhaft). In der Wissenschaft wird Mobbing als systematischer und wiederholter Angriff auf die psychische oder physische Integrität verstanden, mit dem Ziel, den Betroffenen auszugrenzen und zu isolieren. Mobbinghandlungen vollziehen sich über einen längeren Zeitraum und unterscheiden sich dadurch von einmaligen Handlungen. Mobbinghandlungen können verbal oder körperlich oder auch indirekt manipulativ sein. Ein zentrales Merkmal von Mobbing besteht darin, dass sich die Angriffe auf wenige Opfer konzentrieren (Schuster: 2007, S. 87).

Mobbinghandlungen sind vielfältig und unterscheiden sich auch innerhalb sog. „Statusgruppen“. So ist z.B. das Verbreiten von Gerüchten und Unwahrheiten bei Arbeiterinnen und Angestellten am häufigsten, während bei Beamten das Verweigern wichtiger Informationen an erster Stelle steht. Leymann (2002) hat eine Systematik von 45 feindseligen Handlungen erstellt, die sich in fünf Kategorien zuordnen lassen (vgl. M2). Diese Kategorien beinhalten Angriffe

Die Ursachen für Mobbing sind vielfältig und als Geflecht unterschiedlicher Einflussfaktoren zu verstehen. Mobbing ist jedoch immer ein Hinweis auf ungelöste Probleme und Konflikte und auf gestörte Kommunikation. Auf der personalen Ebene spielen u.a. Angst, Stress, Konkurrenzdruck und Neid eine Rolle. Mobbing ist auch eine Waffe im Konkurrenzkampf und Wettstreit. Tritt Mobbing auf, so kann dies als Versagen der „Führungskraft“ bewertet werden. Lehrkräfte und Schulleitung haben bestehende Spannungen und Probleme offensichtlich nicht richtig wahrgenommen und konnten sie nicht ausreichend bearbeiten.

Eine (nicht repräsentative) Untersuchung über die Sichtweise und Betroffenheit von Lehrkräften (Jäger 2007, S. 17) kommt zum Schluss, dass Lehrkräfte keineswegs auf die aktuelle Situation des Mobbing in der Schule vorbereitet sind, dass Lehrkräfte nicht nur als Erziehende betroffen sind, sondern zugleich auch als Mobbing­Opfer und dass ihre Reaktionen auf Mobbing (so ihre eigene Einschätzung) vielfach inadäquat sind.

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