Verhalten in akuten Gewaltsituationen

Verhalten in Gewaltsituationen„Wenn ich sehe, wie jemand Gewalt anwendet, dann schaue ich zu.“ Reiner S.

Dieser Baustein zeigt Möglichkeiten des Umgangs mit (körper­lichen) Bedrohungs- und Gewaltsituationen.

Dabei wird das Ver­hältnis von Opfer, Täter und Zuschauer thematisiert, und es werden prinzipielle Vorgehensweisen für Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler

Handeln in Gewaltsituationen ist wichtig, denn nur so kann Tätern verdeutlicht werden, dass ihr Verhalten nicht toleriert wird und sie für ihr Tun zur Rechenschaft gezogen werden. Gleichzeitig wird den Opfern gezeigt, dass sie Hilfe und Unterstützung erfahren.

Für Jugendliche (und nicht nur für diese) hat Gewalt oft eine berauschende Wirkung, Gewaltszenen zählen zu den Höhepunkten ihres Lebens. über Gewalthandlungen können sie sich ein Maß an Aufmerksamkeit seitens der Erwachsenen verschaffen, das ihnen anders nicht zuteil wird. Gewaltsituationen spielen sich i.d.R. im Dreieck zwischen Täter, Opfer und Zuschauer ab. Die Rollen sind gerade bei Kindern und Jugendlichen nicht immer klar festgelegt und können in verschiedenen Situationen wechseln. Täter haben oft auch eigene Opfererfahrung, und Opfer können in anderen Situationen auch zu Tätern werden.

Workshops und Trainings vermitteln Kenntnisse über eigene und fremde Reaktionsweisen, schulen die soziale Wahrnehmung und üben konkrete Verhaltensweisen ein. Einen besonders wichtigen Stellenwert haben sie in der konkreten Vorbereitung auf mögliche Problemsituationen. Dabei geht es sowohl um individuelle Strategieentwicklung, als auch um das Kennenlernen und Verändern eigener Verhaltensweisen in zu erwartenden Situationen. Eine zentrale Methode bei Trainings sind Rollenspiele.

Unter Selbstverteidigung wird die Abwehr eines Angriffs oder einer drohenden Gefahr quasi als Notwehr gegen Gewalt verstanden. Neben spontanen Verhaltensweisen gibt es ausgearbeitete Selbstverteidungssysteme, die vielfach in Kursen angeboten wer­den. In der Praxis bedeutet Selbstverteidigung, für die eigene körperliche Unversehrtheit zu kämpfen. Die Vermittlung von Selbst­verteidigungstechniken in mehrstündigen Kursen zielt darauf ab, sich körperorientierte Abwehr-, Festhalte- oder Schlagtechniken aus dem Kampfsport als Handlungsoptionen für Gewaltsituationen anzueignen.

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