Sport und Fair Play

Fair Play„Gewalt gehört für mich bei manchen Sportarten, z.B. Kickboxen, dazu. “ Rasim M.

Dieser Baustein zeigt, welche Möglichkeiten Sport für Gewaltprävention bietet. Er weist jedoch auch darauf hin, dass Gewalt durch Sport und sein Umfeld begünstigt oder gar gefördert werden kann. Die Grundsätze der Fair-Play-Erziehung sind über den Bereich des Sports hinaus anwendbar.

Das Beispiel „Straßenfußball für Toleranz“ verdeutlicht, wie Regelveränderungen zu neuen Spielformen führen können.

Sport ist Bewegung. Menschen sind Bewegungswesen. Sie benötigen ihren Körper jedoch nicht nur zur Fortbewegung, sondern sie sind auch Körper, der sich durch Emotionen bewegen lässt. Wahrnehmen, Begreifen und Erfahren sind körperbezogene Tätigkeiten, wenngleich die wahrgenommenen Impulse dann im Gehirn weiterverarbeitet werden.

Für viele Jugendliche ist Sport und insbesondere der Fußball die einzige Möglichkeit, sich über soziale, ethnische, ökonomische oder politische Schranken hinweg zu treffen und gemeinsam zu spielen (vgl. Jäger 2008).

Junge Menschen, so Pilz (2002a, 2002b, 2003) erfahren ihren gesellschaftlichen Wert oft über ihre Körperpräsentation. Durch Sport, Spiel und Bewegung können Aggressionen und motorischer Betätigungsdrang konstruktiv abgearbeitet werden.

Es waren die Mitglieder der englischen Mittel- und Oberschicht, die die Werte und Normen der Fairness „erfanden“, d. h. das Fair Play erfuhr im viktorianischen Zeitalter Englands seine eigentliche inhaltliche Ausformung und Festlegung auf

Sport in der Schule ist dann ein wichtiger und Erfolg versprechender Ansatz zur Gewaltprävention, wenn er in ein tragfähiges Konzept eingebunden wird. Dies bedeutet, dass Sport im Kontext der Konfliktbearbeitung gesehen werden muss, und der Fair-Play-Gedanke auf die gesamte Ausgestaltung des Schullebens auswirken sollte.

Sportlehrerinnen und -lehrer haben wegen ihrer hohen Glaubwürdigkeit eine Schlüsselrolle inne. Eine Untersuchung mit 1.000 Schülerinnen und Schülern im Alter von 10-19 Jahren des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Tübingen kommt zu dem Ergebnis, dass Sportlehrerinnen und Sportlehrer eine viel größere Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler haben, als ihnen bewusst ist. Die von Lehrkräften im Sport vermittelten Normen würden stark wahrgenommen, stärker als die von Lehrkräften anderer Fächer. Sportlehrerinnen und Sportlehrer seien deshalb in hohem Maße Vorbilder (vgl. Südwestpresse 6.2.2007).

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