Rechtsextremismus

Rechtsextremismus ist ein politisches Problem, das in der Mitte der Gesellschaft angesiedelt ist„Rechtsextreme Parolen sind für mich schlimm.“ Sebastian K..

Dieser Baustein beschäftigt sich damit, was Rechtsextremismus ist, welche überzeugungen ihm zugrunde liegen und welche Er­klärungsansätze diskutiert werden.

Vor diesem Hintergrund werden politische und und pädagogische Handlungsmöglichkeiten gegen Rechtsextremismus entfaltet.

Rechtsextreme Einstellungen sind kein Randphänomen, sondern in allen gesellschaftlichen Gruppen und in allen Bundesländern (wenngleich mit unterschiedlicher Gewichtung) weit verbreitet. Menschen mit rechtsextremen Einstellungen bilden keine geschlossene, sondern eine sehr heterogene Gruppe. Ausländerfeindlichkeit und Chauvinismus als Dimensionen des Rechtsextremismus haben die höchsten Zustimmungswerte. Rechtsextremismus ist ein politisches Problem, das in der Mitte der Gesellschaft angesiedelt ist. So einige Befunde neuerer Rechtsextremismusforschung (vgl. Decker u.a. 2008, S. 10 ff.).

Politische und soziale Mythen, als für unumstößlich gehaltene Prinzipien bilden die Basis für eine irrationale, quasireligiöse Selbstimmunisierung, der mit rationalen Argumenten nicht bei­zukommen ist: „Gegen die Prinzipien rationalistischer, auf die Befreiung des Individuums zielender Universalnormen seit der Aufklärung, gegen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit setzt der Rechtsextremismus einen Kanon von nichthintergehbaren Werten“ (Jaschke 1994 S. 55; vgl. Lenk 2005).

Rechtsextreme Milieus üben ihre Attraktivität hauptsächlich über diverse Aktivitäten, Engagementangebote und die Möglichkeit der Identifikation aus. Die Aktivitäten reichen von geselligen Abenden am Lagerfeuer über Konzerte bis zu politischen Aktionen (vgl. zum Folgenden: Held 2007, S. 27 ff.). So wird die für kleine Ortschaften typische Langeweile bekämpft, es bieten sich informelle Kontaktmöglichkeiten und es werden Zugehörigkeitsgefühle intensiviert. Das Engagement für das eigene Gemeinwesen, die Region oder das Land spielt bei der Zuwendung zu rechten Milieus eine erhebliche Rolle wobei dieses Engagement stets mit der Hoffnung eines persönlichen Gewinns verbunden ist.

Isoliert kann pädagogisches Handeln nur wenig bewirken, als Bestandteil gesamtgesellschaftlicher Bemühungen gegen Rechtsextremismus ist Pädagogik jedoch unersetzbar. Pädagogische Strategien stellen ein Element einer erforderlichen Gesamtstrategie dar, die vor allem folgende Ebenen umfassen sollte (zum Folgenden Schubarth 2000):

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