Gewaltprävention in der Schule

Gewaltprävention in der Schule„Gewaltprävention in der Schule heißt, ein Umfeld zu schaffen in dem man sich sicher fühlen kann. Alle Jugendlichen brauchen diese Sicherheit - wer sie noch nicht kennt soll sie in der Schule kennenlernen können.“ Bea K.

Dieser Baustein verdeutlicht die Ansatzpunkte, Handlungsmöglichkeiten und Vorgehensweisen bei der Implementierung von Gewaltprävention.

In der Schule vollzieht sich wirksame Gewaltprävention im Kontext von Schulentwicklung und darf nicht auf Einzelmaßnahmen beschränkt bleiben.

Schule ist nicht nur ein Ort, an dem Gewalt stattfindet, sondern vor allem ein Lebensraum, der gestaltet werden kann und der Auswirkungen auf das Verhalten der dort tätigen Personen hat. Schule ermöglicht Bildungsabschlüsse und eröffnet dadurch immer auch Lebenschancen (oder auch nicht). Sie ist ein Ort, an dem das Zusammenleben Vieler beispielhaft demokratisch organisiert werden kann, und sie ist auch ein Ort, an dem „Gemeinschaft“ stattfinden kann, die über die Schule hinaus wirkt. Schule kann so als lebendiger sozialer Organismus gesehen und verstanden werden.

Die Bildungsforscher Tillmann und Holtappels formulieren vor dem Hintergrund einer umfassenden Untersuchung über „Gewalt an Schulen” in Deutschland konkrete Bereiche effektiver Präventionsarbeit. Damit entwickelten sie ein umfassendes pädagogisch begründetes Konzept schulischer Präventionsarbeit, in das vielfältige (ansonsten isolierte) Einzelmaßnahmen integriert sind. Zu diesen Bereichen gehören (vgl. zum Folgenden 2000, S. 302 ff.):

In Theorie und Praxis sind unzählige Einzelmaßnahmen zu finden, die in der Regel unverbunden nebeneinander stehen. Der Schlüssel zur Gewaltprävention ist, zu einem schulspezifischen Gesamtkonzept zu kommen. Dabei geht es darum, bewährte Modelle und Maßnahmen so miteinander zu verknüpfen und durch schulspezifische Maßnahmen zu ergänzen, dass sie sich sinnvoll ergänzen. (Wesentliche Elemente hierfür sind in Kap. 5, Instrumentarium beschrieben. Vgl. auch M5.)

Schulische Gewaltprävention darf sich nicht primär von ordnungspolitischen Gesichtspunkten leiten lassen, sondern bedarf des pädagogischen Blicks. Dabei sollte Gewalt als Kommunikationsform und als Symptom für dahinterliegende Problemfelder verstanden werden. Schulische Gewaltprävention setzt an Personen und Strukturen gleichzeitig an.

Grundlage jeder Gewaltprävention ist jedoch die Einsicht und der Wille die identifizierten Probleme aufzugreifen und entsprechende Maßnahmen systematisch und langfristig zu entwickeln (vgl. Kap. 2.2). Die folgenden Materialien bieten hierfür Anregungen und konkrete Planungs- und Umsetzungshilfen.

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